Rede der DKP Trier auf der Marx-Demo

 

Ich halte heute den Redebeitrag für die Kommunistische Partei, der DKP Trier.

Am 14. März 1883 starb Karl Marx. Er wurde nur 64 Jahre alt. Zwischen diesem Tag und dem Tag seiner Geburt, heute vor genau 200 Jahren, hat er viel erreicht. Er hat uns ein Werk hinterlassen, das in großen Teilen an Gültigkeit nichts eingebüßt hat.

Marx war damals, so wie wir es heute sind, Humanist und Internationalist. Er ist stets dafür eingetreten, dass Völker, die unterdrückt werden, sich auflehnen gegen ihre Kolonialherren. Diesem wichtigen Gedanken haben die sozialistischen Staaten, mit ihrer Unterstützung des Befreiungskampfes in Afrika, in Lateinamerika und in Asien Rechnung getragen und Kuba tut es
noch heute. Die sozialistischen Staaten, mehr und mehr auch von sich als links verstehenden Kräften als Unrechtsstaaten abgestempelt werden, haben, allen Voran die Sowjetunion, aber auch die Deutsche Demokratische Republik, Organisationen und Staaten unterstützt, die sich vom Joch der Kolonialherrschaft und der europäischen und US-Amerikanischen Unterdrückung befreien wollten, mit Lebensmitteln, mit Geld und mit Waffen.

– Sie, die sozialistischen Staaten, haben geholfen Vietnam unter Führung von Ho-Chi-Minh von der
französischen Vorherrschaft zu befreien und einen sozialistischen, selbstbestimmten Staat zu
errichten und gegen den US-Imperialismus zu verteidigen,

– sie haben den Revolutionären auf Kuba geholfen, einen vom US-Imperialismus unabhängigen
Staat zu errichten und die Kubanerinnen und Kubaner haben bis heute durchgehalten den
Marxismus auf dieser kleinen Karibikinsel weiterzuentwickeln. Kuba selbst hat, seit seiner Befreiung durch die Bewegung des 26. Juli, in vielen Staaten antiimperialistische

Befreiungsorganisationen unterstützt.
– die sozialistischen Staaten haben den demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende bis zum bitteren Ende der Demokratie in Chile unterstützt und vor dem Diktator Pinochet geflohenen Asyl gewährt, vor allem die DDR.

– die sozialistischen Staaten haben sich auch stets mit Organisationen und Parteien solidarisiert, die
sich in kapitalistischen Staaten Beispielsweise gegen Rassismus und Imperialismus gestellt haben. Beispielhaft dafür war die „Black Panther Bewegung“ in den USA.

– die sozialistischen Staaten haben von Beginn an die Anti-Apartheitsbewegung in Südafrika um Nelson Mandela unterstützt, allen voran Kuba, mit dem das südafrikanische Volk bis heute in tiefer
Freundschaft verbunden ist

– auch zum Beispiel Mosambik , Angola und Äthopien wurden von den sozialistischen Staaten unterstützt

All‘ dies sind wirklich nur sehr sehr wenige Beispiele dafür, was in der Praxis der Staaten die ganz real sozialistisch waren, auch internationalistisch war. Internationalismus bedeutet Menschen als
gleichwertig zu betrachten, egal woher sie kommen, völlig unabhängig ihrer Hautfarbe oder ihres kulturellen Hintergrundes. Internationalismus ist der Inbegriff der Völkerverständigung. Oder wie einst das Symbol der internationalen Befreiungskämpfe, Che Guevara, sagte „Solidarität ist die
Zärtlichkeit der Völker“

Auf unserer heutigen Gegenseite befindet sich unser Gegenteil und nicht wie uns manche fehlgeleiteten Politikwissenschaftler und die Bundeszentrale für politische Bildung weismachen wollen lediglich der naheliegende Teil eines Hufeisenendes. Die Extremismustheorie ist fernab jeder Logik! Dieses blau-braune Pack sind Rassisten, wir sind Antirassisten, sie sind Nationalisten, wir sind Internationalisten, sie spalten die Bevölkerung, wir kämpfen für ihre Einheit, sie wollen ein menschenverachtendes System auf die Spitze treiben, wir wollen es abschaffen! – Wie Johannes R. Becher schon sagte „wo wir nicht sind, da ist unser Gegenteil“! Wir dürfen diesem
rechten Mob weder die Straße noch die Deutungshoheit überlassen! Wir müssen uns ihnen entgegen stellen wo es auch immer geht! Wir müssen uns ihnen entgegen stellen, egal ob in der Schule, im Betrieb, an der Uni oder, wie wir es heute tun, auf der Straße!

Der bulgarische Marxist Georgi Dimitroff definierte den Faschismus als terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.

Der Faschismus ist nicht eine Form der Staatsmacht, die angeblich »über beiden Klassen, dem Proletariat und der Bourgeoisie steht«. Der Faschismus ist nicht das »aufständische Kleinbürgertum, das von der Staatsmaschine Besitz ergriffen hat«. Der Faschismus ist die Macht des Monopolkapitals selbst. Das ist die Organisierung der terroristischen Abrechnung mit der Arbeiterklasse und der Arbeiterbewegung mit all‘ ihren Organisationen. Der Faschismus in der Außenpolitik ist der Chauvinismus in seiner brutalsten
Form, der einen tierischen Hass gegen die anderen Völker kultiviert. Dieser wirkliche Charakter des Faschismus muss besonders stark unterstrichen werden, weil der Deckmantel der sozialen Demagogie dem Faschismus die Möglichkeit gegeben hat, Massen des Kleinbürgertums und sogar Teile des Proletariats mitzureißen, die niemals dem Faschismus gefolgt wären, wenn sie seinen wirklichen Klassencharakter, seine wirkliche Natur begriffen hätten.

Sei es heute die NPD, der III. Weg oder die AfD – sie alle bedienen die Interessen des Kapitals. Sie stehen den Interessen der Arbeiterinnen und Arbeiter diametral entgegen. Deswegen müssen wir fortschrittlichen Kräfte die Menschen über diese blau-braunen Damagogen aufklären und sie enttarnen! Deswegen ist der passenste Demospruch für heute in Marx‘ Sinne:

„was macht den Faschisten Dampf?“ „Klassenkampf, Klassenkampf!“

DKP und SDAJ veranstalten Konferenz und Demonstration zum 200. Geburtstag von Karl Marx am 5. Mai in Trier

DKP-Pressemitteilung: Der ganze Marx hat Zukunft:

Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx werden am 5. Mai 2018 in
Trier zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. In den meisten Fällen
dienen die Veranstaltungen dazu, die von Marx begründete Weltanschauung
in Teilen oder in der Gänze zurückzuweisen.
Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und die Sozialistische Deutsche
Arbeiterjugend (SDAJ) wollen mit ihrer Konferenz „Marx hat Zukunft“ zur
Aktualität des Marxismus am 5. Mai ab 13 Uhr im Bürgerhaus Trier-Nord
dem entgegenstellen. Patrik Köbele, DKP-Vorsitzender, erklärt dazu: „Wir
wollen den ganzen Marx würdigen, gerade den parteilichen Kommunisten,
der für die Interessen der Arbeiterklasse eintritt. Man wird der
weltanschaulichen und politischen Bedeutung von Marx nur gerecht, wenn
man ihn mit den Klassenkämpfen der Gegenwart in Verbindung bringt. Wer
den ganzen, den unzensierten, den für die Veränderung der Welt
relevanten Marx sucht, findet ihn an seinem 200. Geburtstag in Trier bei
uns.“
Die Aktivitäten der Kommunistinnen und Kommunisten in Deutschland trifft
auf großes Interesse im Ausland: Es haben sich Gäste aus Luxemburg,
Großbritannien, Frankreich und Kuba angekündigt. DKP und SDAJ
veranstalten neben der Konferenz, gemeinsam mit anderen Linkskräften
auch eine Demonstration, an der die internationalen Gäste teilnehmen
werden. Die Demonstration zu Ehren von Karl Marx beginnt am 5. Mai 2018
um 9.30 Uhr am Viehmarktplatz in Trier. Patrik Köbele: „Wir wollen den
Marxschen Leitsatz „Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!“ an diesem
Tag dahin tragen, wo er hingehört, nämlich auf die Straße. Marx war ein
Botschafter der Solidarität und ein Mitbegründer des Internationalismus.
Die Zukunft gehört der Solidarität, der Vernunft, dem Sozialismus und
nicht dem heute um sich greifenden Chauvinismus und Rassismus. Dafür
steht das Motto unserer Aktivitäten: Marx hat Zukunft!“

Essen, 27.04.2018

Presseinfo:

Antikapitalistische Demonstration: 5.5.2018 9.30 Uhr ab Viehmarkt
(Aufruf:
http://trier.sdaj.org/2018/04/09/200-jahre-karl-marx-antikapitalistische-demonstration/
)

Konferenz „Marx hat Zukunft“ 5.5.2018 ab 13:00 Uhr, Bürgerhaus
Trier-Nord, Franz-Georg-Str. 36, 54292 Trier

Das Programm in der Übersicht:

13:00 Uhr Workshop: „Der ganze Marx in einer knappen Stunde“
14:00 Uhr Veranstaltung: „Der Marxismus, Wissenschaft des Klassenkampfes“
mit Daniel Bratanovic (junge Welt)
Jan von Hagen (DKP Essen und bei ver.di NRW zuständig für den Kampf um
Personalbemessung in den Krankenhäusern)
und der kubanischen Botschaft
16:15 Uhr Vortrag von Jürgen Lloyd: „Dem Morgenrot entgegen – warum es
nicht reicht, das Bestehende abzulehnen“
16:15 (parallel) Einführung: „Was meint Karl, wenn er sagt „Proleten
vereinigt euch!“?“
17:15 Veranstaltung „Marx wird Zukunft haben!“ mit Patrik Köbele
(Vorsitzender der DKP)
18:30 Uhr Arbeiter- und Friedenslieder gesungen von Sonja Gottlieb
19:00 Uhr Premierenlesung aus dem Buch zum 50. Jahrestag der Gründung
der SDAJ: „Eine Welt zu gewinnen – Karl Marx, der heutige Kapitalismus
und wir“
20 Uhr Das Dúo „Musikandes“ singt traditionelle chilenische und
Widerstandslieder

Ausführliche Fassung des Programms unter: http://marxgeburtstag.de/programm
Den Aufruf zur Veranstaltung finden Sie unter:
http://marxgeburtstag.de/aufruf/


Christoph Hentschel
Pressesprecher
Deutsche Kommunistische Partei | DKP-Parteivorstand
Hoffnungstraße 18 | 45127 Essen | presse@dkp.de
Telefon 0201 177889-50 | Fax -29
news.dkp.de | www.unsere-zeit.de

200 Jahre Karl Marx – Antikapitalistische Demonstration

Aufruf des Marxbündnis zur Demo am 05.Mai 2018:

Am 200. Geburtstag von Karl Marx wollen wir seiner revolutionären Theorie folgend eine breit aufgestellte, antikapitalistische Demonstration in seiner Geburtsstadt veranstalten.
Wir wollen diesen 5. Mai 2018 zum Anlass nehmen, ein Zeichen zu setzen.

Ein Zeichen dafür, dass Widerstand gegen ein System, welches täglich entfremdet, unterdrückt und tötet genauso notwendig ist wie vor 200 Jahren.
Ein Zeichen dafür, dass es auch heute nicht reicht, den Kapitalismus nur zu kritisieren, nur eine gerechtere Verteilung zu fordern oder gar an der Perfektionierung seiner
notwendigerweise beschränkten demokratischen Hülle zu werkeln.
Ein Zeichen dafür, dass unser Handeln darauf ausgerichtet sein muss, alle gegenwärtigen Kämpfe zu nutzen, um auf eine grundlegende Umwälzung der Produktionsverhältnisse, des materiellen Fundaments des Kapitalismus, hinzuarbeiten.

Und schließlich wollen wir deutlich machen, dass unser Ziel – der Aufbau eines Systems, indem die Grundlagen für die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigt
sind – nur im konsequenten Kampf gegen jene, die vom Kapitalismus und damit von Elend, Hunger und Krieg profitieren, erreicht werden kann.

Es waren Karl Marx und sein Kampfgefährte Friedrich Engels, die uns mit dem wissenschaftlichen Sozialismus das Werkzeug in die Hand gaben, um unsere gegenwärtigen Verhältnisse so zu analysieren und zu begreifen, dass wir daraus eine fortschrittliche und damit zwangsläufig revolutionäre Praxis entwickeln können.

Wir wollen euch hier und heute dazu aufrufen, dieses Werkzeug in die Hand zu nehmen. Ohne revolutionäre Theorie, keine revolutionäre Praxis – ohne marxistische Weltanschauung, kein Sozialismus!

Schluss mit Krieg, Diskriminierung und Ausbeutung!
Seid mutig – nieder mit dem Kapitalismus!

Unterstützt wird die Demo von:

  • Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ)
  • Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
  • DIE LINKE.
  • Linksjugend [’solid]
  • Linksfraktion im Trierer Stadtrat

Ostermarsch in Büchel 2018

Heute waren Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Gruppen der DKP Rheinland-Pfalz wieder beim Ostermarsch in Büchel gegen Aufrüstung und Krieg auf der Straße!

 

 

 

Marx hat Zukunft – Programm in Trier

Vor zweihundert Jahren, am 5. Mai 1818, wurde Karl Marx in Trier geboren. Angesichts des Elends des aufstrebenden Kapitalismus entschied er sich dafür, für die Ausgebeuteten Partei zu ergreifen. Gemeinsam mit Friedrich Engels entwickelte Marx eine neue Weltanschauung, den Marxismus, der die Welt veränderte.

Seit Marx wissen wir, dass der prägende Gegensatz unserer Gesellschaft die Herrschaft des Kapitals über diejenigen ist, die vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben müssen. Das bleibt bis heute gültig – ob mit oder ohne Tarifvertrag, ob in Leiharbeit oder Scheinselbstständigkeit. Auf der einen Seite – bei den Banken und Konzernen – sammelt sich immer mehr Reichtum an, während auf der anderen Seite unser Leben immer mehr von Leistungsdruck, Angst und drohender Armut geprägt ist. Klassenkämpfe prägen unsere Gesellschaft bis heute. Die Herrschenden verfolgen das Interesse, diese Ordnung beizubehalten. Sie schenken uns nichts. Daher werden wir eine Gesellschaft, die uns ein besseres Leben ermöglicht, nur im Kampf gegen die kapitalistische Ordnung erreichen können. Wir wollen nicht nur ein paar Krümel. Wir wollen die ganze Bäckerei! Doch ohne uns politisch zu organisieren, werden wir sie nicht bekommen. Auch das hat Marx erkannt und damals den Bund der Kommunisten mitgegründet. Diese Ideen behagen den Herrschenden, ihren Schreiberlingen und Politikern bis heute nicht. Was tun mit diesem lästigen Marx? Ignorieren kann man ihn nicht, ihn Kapitalismus-kompatibel zu machen, ist unmöglich, wenn man ihn nicht verfälschen will. Da scheint es am Einfachsten, den Marxismus für gescheitert oder für veraltet zu erklären.
Als Kommunistinnen und Kommunisten sehen wir das natürlich anders: Marx ist nicht von gestern – er weist in die Zukunft. Wenn du auch davon überzeugt bist, dass der Kapitalismus das Problem ist und nicht die Lösung – dann laden wir Dich zu unseren Veranstaltungen in Marx‘ Geburtsstadt ein.
Dort wollen wir fragen: Was bleibt von Marx? Was bedeutet Klassenkampf im Jahr 2018? Wofür sich organisieren, und wie? Was geht, wenn (fast) nichts geht?
Und wir wollen den Marxismus feiern: Die 200 Jahre, die sein Urheber auf dem Buckel – und vor allem die Zukunft, die er vor sich hat.
Lernen, diskutieren und feiern wir gemeinsam.

Hoch soll er leben!

[Weitere Infos folgen hier oder unter http://marxgeburtstag.de/ – Stay tuned!]

Hinweis: An diesem Wochenende wird es in Trier zahlreiche Veranstaltungen geben. Wir raten, sich früh um eine Unterkunft zu kümmern!

Veranstaltungsplan:

FREITAG, 4.MAI

Veranstaltungshinweis:

Filmvorführung „Mohr und die Raben
von London“: Die Linkspartei zeigt den DEFA-Kinder- und Jugendfilm „Mohr und die Raben von London“. (1969, 95min). Ein toller Film über Karl Marx, Klassenkämpfe und den Widerstand von arbeitenden Kindern im London des Jahres 1956. Vorführung im Broadway Filmtheater (Paulinstraße 18, Trier-Nord)

– ab 20Uhr: – „Ein Prost auf Marx!“
Für all diejenigen, die bereits am Freitag nach Trier anreisen öffnet der Infoladen ( Komplex – Infoladen Trier , Hornstraße
7, Trier-West) seine Tore und seinen Tresen. Gute Musik inklusive!

SAMSTAG, 5.MAI

– Ab 9:30Uhr: An Karl Marx‘ Geburtstag haben wir uns mit anderen
Organisationen zusammengeschlossen, um eine antikapitalistische Demonstration, vorbei an wichtigen Punkten seiner Geburtsstadt, zu begehen! Treffpunkt ist um 9:30Uhr am Viehmarktplatz.

– Gegen 11:00Uhr findet am Porta-Nigra-Platz die Abschlusskundgebung statt.

KONFERENZ: MARX HAT ZUKUNFT
Bürgerhaus Trier- Nord e.V. (Franz-Georg-Straße 36, 54292 Trier-Nord)

– Ab 13Uhr – „Der ganze Marx in einer knappen Stunde“
Gemeinsam wollen wir herausfinden, was eigentlich hinter diesem „Marxismus“ steckt, von dem immer alle reden. Wo
kommt er her, was beinhaltet er und welche Bedeutung hat er für uns heute? Für all diejenigen, die sich einen ersten Überblick verschaffen wollen!

– Ab 14:30Uhr – „Der Marxismus, Wissenschaft des Klassenkampfes“
Marx entdeckte, dass sich die menschliche Gesellschaft als eine Geschichte von Klassenkämpfen entwickelte. Überhaupt war der Begriff vom Klassenkampf für ihn zentral. Wir wollen diskutieren, wie aktuell er heute noch ist. Daniel Bratanovic (junge Welt) legt dar, warum es keinen Marx ohne Klassenkampf geben kann und keinen Klassenkampf ohne Marx geben sollte. Ein Vertreter der Kubanischen Botschaft (angefragt) spricht über die Bedeutung des Marxismus in der Kubanischen Revolution. Jan von Hagen (DKP Essen und bei ver.di NRW zuständig für den Kampf um Personalbemessung in den Krankenhäusern) erklärt, warum Gesundheit eine Klassenfrage und der Kampf um die Personalbemessung Klassenkampf ist.

– Ab 16:15Uhr – „Dem Morgenrot entgegen – warum es nicht reicht, das Bestehende abzulehnen“
Was kommt eigentlich nach dem Kapitalismus, den wir alle so verabscheuen? Jürgen Lloyd gibt uns eine Einführung darin, was Marx‘ Theorie eigentlich mit dem Aufbau der neuen Gesellschaft – dem Sozialismus – zu tun hat und warum wir nicht immer nur gegen das Bestehende sein sollten, sondern genauso für das Zukünftige kämpfen müssen.

– Auch 16:15Uhr – „Was meint Karl, wenn er sagt „Proleten vereinigt euch!“?“
Karl Marx und Friedrich Engels stellten vor 170 Jahren im „Manifest der kommunistischen Partei“ die Losung auf: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“. Doch was ist eigentlich heutzutage ein Proletarier? Und wie vereinigen, mit wem? Wie wehren sich Proletarier und Kommunisten gegen die bestehenden Verhältnisse?

– Ab 17:15Uhr – „Marx wird Zukunft haben!“
Patrik Köbele (Vorsitzender der DKP) zu: Warum Rosa Luxemburg recht hatte, als sie von „Sozialismus oder Barbarei“ sprach und
was dafür spricht, dass Marx und der Sozialismus Zukunft haben
werden. Darüber wird gesprochen und diskutiert.

– Ab – 18:30Uhr
Sonja Gottlieb singt Arbeiter- und Friedenslieder

– Ab 19Uhr – Premierenlesung: „Eine Welt zu gewinnen – Karl Marx, der heutige Kapitalismus und wir“
Die SDAJ gibt anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx (und ihrem eigenen 50. Geburtstag) eine Einführung in den Marxismus heraus. Es geht um Marx, selbst aber auch die Bedeutung seiner Theorie für all unsere Lebensbereiche und die Kämpfe, die die Bewegung in den letzten 100-120 Jahren geführt hat.

– Ab 20Uhr – „Musikandes“ singen traditionelle chilenische
und Widerstandslieder

SONNTAG, 6.MAI

– Ab 12Uhr – Stadtrundgang
Mit einem Rundgang entlang der Orte, an denen Marx in Trier seine Spuren hinterlassen hat und an denen antifaschistische Kämpfe und historisch wichtige Ereignisse vor, während und nach der NS-Zeit in Trier stattgefunden haben, wollen wir das Veranstaltungswochenende abschließen. (Treffpunkt: Porta Nigra)

Veranstaltungshinweis:
– 19Uhr – „Die Grenzgänger“ präsentieren: Die Lieder des jungen Karl Marx
Aus einer ungewöhnlichen Perspektive vertont die mehrfach preisgekrönte Gruppe Gedichte, die Marx während seiner Bonner
Studentenzeit schrieb, mit Musik zwischen Klassik, Jazz und virtuoser Straßenmusik. Premiere, in der TUFA Trier (Wechselstr. 4, 54290 Trier) absolut hörenswert!

Der Flyer zu den Veranstaltungen am 3. bis 5. Mai 2018 in Trier als PDF in zwei verschiedenen Auflösungen:

Marx hat Zukunft – Aktion, Konferenz, Kultur

Zum 200. Geburtstag des großen Vordenker des Sozialismus und Kommunismus Karl Marx wollen Kommunistinnen und Kommunisten eine Konferenz zu seinem Wirken und seiner bis heute gültigen Analyse des Kapitalismus in seiner Geburtsstadt Trier veranstalten.

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) veranstalten gemeinsam am 5. und 6. Mai 2018 ein Wochenende mit Aktionen, einer Konferenz und Konzerten! Auf der Konferenz wird mit verschiedenen Beiträgen auf die Aktualität von Marx‘ Werk – auch nach 200 Jahren – eingehen und sein Wirken in verschiedenen Teilen der Erde analysieren. Dazu werden Marxist*Innen referieren und diskutieren.

Seid dabei, diskutiert mit und feiert mit uns Karl Marx‘ Geburtstag!

[Weitere Infos folgen hier oder unter http://marxgeburtstag.de/ – Stay tuned!]

#marxhatzukunft Zum 200. Geburtstag des großen Vordenker des Sozialismus und Kommunismus Karl Marx wollen Kommunistinnen und Kommunisten eine Konferenz zu seinem Wirken und seiner bis heute gültigen Analyse des Kapitalismus in seiner Geburtsstadt Trier veranstalten.

Die DKP und die SDAJ veranstalten gemeinsam am 5. und 6. Mai 2018 ein Wochenende in Trier mit Aktionen, einer Konferenz und Konzerten! Auf der Konferenz wird mit verschiedenen Beiträgen auf die Aktualität von Marx‘ Werk – auch nach 200 Jahren – eingehen und sein Wirken in verschiedenen Teilen der Erde analysieren. Dazu werden Marxist*Innen referieren und diskutieren.

Seid dabei, diskutiert mit und feiert mit uns Karl Marx‘ Geburtstag!

[Weitere Infos folgen hier oder unter http://marxgeburtstag.de/ – Stay tuned!]

#marxhatzukunft

Revolution hat Zukunft – Veranstaltung in Mainz

 

Vor 100 Jahren zerschlug die Oktoberrevolution mit dem Ruf nach »Brot und Frieden« den alten russischen Feudalstaat, der bis dahin die grenzenlose Ausbeutung der Arbeitskraft mittels brutaler Unterdrückung abgesichert hatte. In den Räten (russisch: Sowjets)der Arbeiter, Soldaten und Bauern machten sich die Werktätigen daran, eine neue Gesellschaft aufzubauen, in der soziale Menschenrechte wie Alphabetisierung und Bildung für viele Millionen Menschen, die Gleichberechtigung der Frau und die Absicherung von Leben, Arbeiten und Wohnen in Würde zu Zielen der staatlichen Maßnahmen wurden.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit war die Herrschaft des Kapitals gebrochen, zum ersten Mal trafen die Werktätigen selbst die Entscheidungen über die Zukunft ihres Staates. Die ersten wirtschaftlichen Maßnahmen waren die Verteilung des Bodens unter denen, die ihn beackerten und die Kontrolle der Industriebetriebe durch die, die in ihnen arbeiteten.
Die Oktoberrevolution brachte Frieden: bereits das erste Dekret der revolutionären Sowjetregierung zielte auf die Beendigung des Ersten Weltkrieges. Als die Sowjetunion später erneut militärisch bedroht wurde, war sie fähig, die notwendigen Waffen zu bauen, und als die Welt beinahe dem Faschismus in die Hände fiel, leistete die Rote Armee den wesentlichen Beitrag zur Befreiung Europas. Während fast eines halben Jahrhunderts nach dem 8. Mai 1945 verhinderte die Existenz der Sowjetunion einen dritten, atomaren, Weltkrieg. Die Sowjetunion entwickelte in kürzester Zeit eine hochindustrialisierte Produktion und wurde zu einem wissenschaftlichen, kulturellen, politischen und militärischen Faktor des Weltgeschehens. Der Rote Oktober öffnete den Weg für die Unabhängigkeit der ehemaligen Kolonien und für
die Befreiung der unterdrückten Völker. Zeitweise war ein Drittel der Erde rot – die Erniedrigten, Ausgebeuteten und Unterdrückten sahen sich ermutigt, aufzustehen. Auf der ganzen Welt gab die Sowjetunion den um Befreiung kämpfenden Menschen Perspektive.

Seit dem Sieg des Roten Oktober und trotz seiner Niederlage vor dreißig Jahren ist die Welt eine andere. Wir wissen heute, dass eine Gesellschaft ohne die Herrschaft des Kapitals, ohne Konkurrenz und Profitdenken machbar ist. Die Bedingungen für einen revolutionären Bruch mit den herrschenden Verhältnissen mögen heute nicht günstig sein, aber eine bessere, eine sozialistische Welt ist machbar.

100 JAHRE ROTER OKTOBER – es ist Zeit für den nächsten Anlauf. Weil der Kommunismus das Vernünftige ist.
Wir wollen deshalb den Geburtstag der Oktoberrevolution mit all denen feiern, denen beim Gedanken an den Tag, an dem die Kapitalherrschaft ihr Ende findet, zum Tanzen zumute ist.

 

MIT BEITRÄGEN VON:

Arnold SCHÖLZEL wurde 1947 in Bremen geboren, desertierte 1967 aus der Bundeswehr und ging in
die DDR, wo er bis zum Jahr 1989 als marxistischer Hochschullehrer arbeitete und im
Fach Philosophie promovierte. Herausgeber und Autor diverser Bücher zu Themen aus
Politik und Philosophie, unzählige publizistische Veröffentlichungen. Arnold Schölzel ist
stellvertretender Chefredakteur der Tageszeitung Junge Welt und Mitglied der Redaktion
des ROTFUCHS – Tribüne für Kommunisten und Sozialisten in Deutschland.

Erich SCHAFFNER Schauspieler, Sänger und Rezitator aus dem »roten« Mörfelden, bekannt durch seine
dem Sozialismus zugeneigten Kulturprogramme, besingt in seinem neuen Programm
»Lenin, Majakowski und ich« den Roten Oktober. Lieder, Gedichte, Texte und Szenisches
von Becher, Brecht, Kraus, Lenin, Majakowski, Weinert und anderen. Erich Schaffner
präsentiert Werke von Zeitgenossen der Revolution.
Am Klavier: Georg Klemp

DJ JOSCH lässt anschließend die versammelten Tanzbeine schwingen.

 

Samstag, 28. Oktober 2017
18 Uhr Einlass – 19 Uhr Beginn
Kulturei in der Zitadelle Mainz
Zitadellenweg – 55131 Mainz – 5 Min. von Mainz-Römisches Theater

VERANSTALTER:

Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Mainz
news.dkp.de

Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Mainz
sdaj-netz.de

Türkische Kommunistische Partei (TKP) Mainz
tkp-almanya.org